Friedensgruppe Lüdenscheid

Aktuell

Nächstes Treffen:
Dienstag, 24.01.2012 19 Uhr
Der Kleine Prinz
Luisenstraße, Lüdenscheid


Kampagne gegen Neonazis

Zur Kampagnenseite gegen den Einzug von Neonazis und Rechtsextremisten in unsere Parlamente und kommunalen Vertretungen.


Unser aktuelles Flugblatt
Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen!
Zur Mahnwache am 04.09.10 ein Jahr nach dem Kunduz-Massaker.
Flugblatt


Jetzt online!
Gedenkbuch fuer die Opfer des Nationalsozialismus
ist jetzt online verfügbar.
weiter...

Besuch aus Moskau und den Niederlanden zum Antikriegstag 2011 in Lüdenscheid

Vor 70 Jahren begann Deutschland im Juni den Russlandfeldzug und im August die ersten Massenerschießungen von Juden in Osteuropa. Sie standen unter dem Kommando von Friedrich Jeckeln, der am 20. August 1940 das erste Arbeitserziehungslager der Nationalsozialisten in Lüdenscheid-Hunswinkel gegründet hatte.

Erst im letzten Jahr konnte erforscht werden, dass etwa 300 russische Kriegsgefangene am Ende des Krieges im Lazarett Baukloh starben. Ein Drittel wurde auf dem Nationalfriedhof der Niederländer in Einzelgräbern beigesetzt, zwei Drittel „verschwanden“ ohne Namen in Massengräbern auf dem evangelischen und dem katholischen Friedhof in Lüdenscheid.

In den Niederlanden wurde 2010 die Stiftung Russisches Ehrenfeld gegründet, die Angehörigen der russischen Kriegsopfer bei der Reise zu den Gräbern hilft. Anlässlich des diesjährigen Antikriegstages und vor dem Hintergrund der neuen Forschungsergebnisse konnte die Friedensgruppe die Vorstandsmitglieder der Stiftung, für einen Besuch in Lüdenscheid gewinnen. Der in Moskau lebende Journalist Remco Reiding sowie Alex Engbers und Hayo Bootsma aus den Niederlanden werden am Samstag, den 03. September im CVJM-Jugendheim, Mathildenstraße 30 über ihre Arbeit berichten. Ihr Wunsch ist es, dass auch hier an die russischen Kriegsopfer aus dem Lazarett Baukloh erinnert wird und ebenfalls russischen Angehörigen bei dem Wunsch nach einem Besuch Hilfe geleistet werden kann. Anschließend wird auf dem Feld der gefallenen Soldaten des evangelischen Friedhofs der Verstorbenen gedacht.

Am Sonntag, den 4. September 2011 findet das alljährliche Gedenken anlässlich des Antikriegstages in Hühnersiepen wieder mit dem Gang vom Parkplatz um 10.30 Uhr und Musik- und Wortbeiträgen ab 11 Uhr statt. Hier werden die Gäste der Friedensgruppe, die ebenfalls für das Niederländische Institut für Kriegsdokumentation forschen, über den großen Wert der Erinnerung an die Kriegstoten der ehemaligen Feinde für den Frieden heute sprechen. Das steht ganz im Geiste des Leitsatzes des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge: „Versöhnung über den Gräbern! - Arbeit für den Frieden!“ Für den würdigen musikalischen Rahmen sorgt Rüdiger Drallmeyer. Alle Interessierten sind dazu herzlichst eingeladen.



Vortrag von Remco Reiding

Zur alten Seite