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Regionaler Friedenspreis verliehen

In der Presse

Ingeborg und Fritz Küster sind die Namensgeber des Friedenspreises, der am 12. November 2011 im Rahmen der Feier zum 30jährigen Bestehen der BI für Frieden und Abrüstung im Märkischen Kreis erstmals verliehen wurde. Die Friedensgruppen von Hagen, Iserlohn, Altena und Lüdenscheid werden ihn zukünftig alle zwei Jahre einem Menschen aus ihrer Region verleihen, der sich in seinem Leben besonders für den Frieden einsetzt.

Die Namensgeber waren führend in der Deutschen Friedensgesellschaft nach dem ersten und dem zweiten Weltkrieg tätig. Deshalb wurde Fritz Küster ab 1933 fünf Jahre lang in verschiedenen Konzentrationslagern inhaftiert. Fritz lebte viele Jahre in Hagen und seine Frau Ingeborg nach dessen Tod in Lüdenscheid.

Der Preis wurde am Abend vor dem Volkstrauertag verliehen, zu dem der Vorsitzende des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge schrieb: Der Gedenktag „schützt vor dem Vergessen und Verdrängen. Er mahnt uns, aus den Schreckensbildern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse zu ziehen. Gegen Krieg und Gewalt – für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit – das ist seine Losung“. In Anerkennung der Leistungen Einzelner in diesem Geiste wurde dieser Friedenspreis ins Leben gerufen. Er soll andere ermutigen, sich auch und weiter für Abrüstung, Abbau von Feindbildern und gewaltlose Konfliktlösungen einzusetzen, um so die Entmilitarisierung der Politik und Gesellschaft zu verwirklichen.

Die erste Preisträgerin ist die 79jährige Inge Radau, die in Iserlohn die ökumenischen Friedenswochen, das Friedensfest und die Friedensgruppe entscheidend mitgeprägt und -gestaltet hat. Sie hat gegen die Stationierung der Pershing II in Mutlangen und gegen die Interkontinentalraketen in Nevada demonstriert und an Gedenkfeiern in Hiroshima und Nagasaki teilgenommen. Noch heute unterstützt sie die Friedensarbeit vor Ort.

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