Nächstes Treffen:
Dienstag, 24.01.2012 19 Uhr
Der Kleine Prinz
Luisenstraße, Lüdenscheid
Kampagne gegen Neonazis
Zur Kampagnenseite gegen den Einzug von Neonazis und Rechtsextremisten in unsere Parlamente und kommunalen Vertretungen.
Unser aktuelles Flugblatt
Den Krieg in Afghanistan beenden - zivil helfen!
Zur Mahnwache am 04.09.10 ein Jahr nach dem Kunduz-Massaker.
Flugblatt
Jetzt online!
Gedenkbuch fuer die Opfer des Nationalsozialismus
ist jetzt online verfügbar.
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Regelmäßig finden auf der Rathaustreppe am Lüdenscheider Sternplatz sowie vor dem Alten Rathaus in der Wilhelmstraße Mahnwachen gegen Militärgewalt, Kriegsdrohungen und -einsätze und andere Formen von Terrorismus statt.
Wir rufen zur Teilnahme auf!
Sonntag, 8. Januar 2012, 10:15 Uhr
Spendensammlung für das Hammer Forum
anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Lüdenscheid
Hammer Forum
Am 15. Januar startete in 150 niederländischen Kinos der Spielfilm Süskind, mit dem das Leben und Wirken des in Lüdenscheid geborenen Walter Süskind gewürdigt wird.
Trotz einigermaßen widriger Wetterumstände war die diesjährige Spendensammlung der Friedensgruppe anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt wieder ein guter Erfolg. So konnten am kalten, regnerischen Sonntagvormittag fast 340 Euro für das Hammer Forum gesammelt werden. weiter...
Mit seinen wachsenden Rüstungsexporten steht Deutschland inzwischen auf Platz 3 der Weltrangliste. Obwohl es Exportweltmeister ist, fällt unserem Land nach zwei begonnenen Weltkriegen mit mehr als 65 Millionen Toten nichts Besseres ein, als mit Waffen sein Geld zu beschaffen. weiter...
8. Mai 1945 - Deutschland wird befreit von der NS-Diktatur. Dem größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte wird Einhalt geboten! Doch der braune Schwelbrand wurde nie gelöscht. Über die Jahrzehnte hinweg agieren Neonazis und Rechtsradikale immer am rechten Rand und wirken in die Gesellschaft hinein. Nazibeamte werden in großem Umfang in die neue Demokratie eingebunden. Unterschiedliche Organisationen arbeiten an der demokratischen Oberfläche oder im Untergrund und beeinflussen Denken und Handeln der demokratischen Parteien und der Bevölkerung. weiter...
Ingeborg und Fritz Küster sind die Namensgeber des Friedenspreises, der am 12. November 2011 im Rahmen der Feier zum 30jährigen Bestehen der BI für Frieden und Abrüstung im Märkischen Kreis erstmals verliehen wurde. Die Friedensgruppen von Hagen, Iserlohn, Altena und Lüdenscheid werden ihn zukünftig alle zwei Jahre einem Menschen aus ihrer Region verleihen, der sich in seinem Leben besonders für den Frieden einsetzt. weiter...
In der Presse
Zum Gedenken an die Verbrechen der Reichspogromnacht vor nunmehr 73 Jahren, am 9. November 1938 fanden sich vor dem Lüdenscheider Rathaus mehr als 30 Menschen zusammen. Von dort führte Matthias Wagner über sechs Stationen zur Gedenktafel hinter der Stadtbücherei weiter...
Zum Beitrag von Matthias Wagner - pdf
In der Presse

Die deutschen Exporte von Kriegswaffen und Rüstungsgütern haben sich in den letzten Jahren verdoppelt. Zu den Empfängern deutscher Waffen, Rüstungsgüter und Lizenzen zählen auch Diktaturen und autoritäre Regime, welche die Menschenrechte mit Füßen treten. weiter...
Presse
Vor 70 Jahren begann Deutschland im Juni den Russlandfeldzug und im August die ersten Massenerschießungen von Juden in Osteuropa. Sie standen unter dem Kommando von Friedrich Jeckeln, der am 20. August 1940 das erste Arbeitserziehungslager der Nationalsozialisten in Lüdenscheid-Hunswinkel gegründet hatte.
Erst im letzten Jahr konnte erforscht werden, dass etwa 300 russische Kriegsgefangene am Ende des Krieges im Lazarett Baukloh starben. Ein Drittel wurde auf dem Nationalfriedhof der Niederländer in Einzelgräbern beigesetzt, zwei Drittel „verschwanden“ ohne Namen in Massengräbern auf dem evangelischen und dem katholischen Friedhof in Lüdenscheid...weiter

Der Vortrag
Taganrog und Lüdenscheid, vor 70 Jahren feindliche Städte, seit 20 Jahren Partnerstädte

70 Jahre nach dem Einmarsch hat die Friedensgruppe 2009 und 2010 die Partnerstädte Lüdenscheids in Polen, den Niederlanden und Belgien besucht, um ein Zeichen der Freundschaft und der Völkerverständigung zu setzen und auf die Verantwortung der Bürger und Städte dafür hinzuweisen.
Vor 70 Jahren wurde Lüdenscheid zum Standort eines Rüstungskommandos. Nie war die Bedeutung Lüdenscheids in und für Deutschland größer als auf dem Höhepunkt und am Ende des Zweiten Weltkrieges. In Lüdenscheid ermöglichten nicht nur der Bau der drei Kasernen und die Ausbildung vieler tausend Soldaten, sondern auch die Produktion von ca. einer Milliarde Geschossen und vieler anderer Rüstungsgüter den Krieg. Mit mehr als 3 Mio. Soldaten marschierten auch viele aus Lüdenscheid nach Russland und nach Taganrog.
Dort verhielten sich manche deutschen Soldaten nicht vorbildlich. Das belegt die Studie „Soldaten“ von Sönke Neitzel und Harald Welzer von 2011. Sie zitieren Abhörprotokoll von gefangenen deutschen Soldaten (S. 12) „Müller: Auch in Taganrog – herrliche Kinos und wundervolle Strandcafes (…) Dort, wo Don und Donetz zusammenfließen, da sind wir viel geflogen, da war ich überall. Schön ist die Landschaft – im LKW war ich überall. Da sah man nichts als Frauen, die Pflichtarbeitsdienst machten. Straßen haben die gemacht, mordsschöne Mädels – da sind wir vorbeigefahren, haben sie einfach in den PKW hereingerissen, umgelegt und dann wieder rausgeschmissen. Mensch, was haben sie geflucht!“
Die damaligen Motive für den Russlandfeldzug der Nationalsozialisten waren: Lebensraum für Deutsche zu erobern, Rohstoffe für Deutschland zu erwerben und das Abendland vor dem Kommunismus zu retten. Für diese Ziele arbeiteten und kämpften auch ca. 30 000 Männer und Frauen aus Lüdenscheid.
Der Besuch in diesem Jahr – 70 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion - soll dazu beitragen, dass Feindbilder, Krieg und Verbrechen nicht mehr vorkommen und eine Kultur der gemeinsamen Erinnerung und Verständigung entsteht. Deshalb fahren vier Mitglieder der Friedensgruppe und des Gedenkzellenvereins vom 29.05. bis 5.06.2011 nach Taganrog, wo sie viele Gespräche führen, Blumen an Gedenkstätten niederlegen und nach Dokumenten suchen.
Taganrog 2011 - 70 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion

Wenn Deutsche etwas aus der Geschichte gelernt haben sollten, dann ist es die Aufgabe, so viel wie möglich für den Frieden zu tun. Deshalb fährt die Friedensgruppe zum 70. Jahrestag des Einmarschs in die Partnerstädte Lüdenscheids. Das war zuerst am 1. Sept. 2009 in Myslenice, wo die Friedensgruppe am ersten Schultag des neuen Schuljahrs zu den Oberstufenschülern über die Bedeutung der Friedensarbeit heute sprechen durfte. Mitte diesen Jahres ist geplant, in unsere Partnerstadt Taganrog in Russland zu reisen, denn im Juni jährt sich zum 70. Mal der Überfall auf die Sowjetunion. Auch dann sollen ein Friedensbanner mit den Stadtwappen der Partnerstädte, ein Friedensbaum und eine Dokumentation überreicht werden, um zu verdeutlichen, dass die wichtigste Aufgabe der heute Lebenden der Schutz des Lebens und des Friedens durch Solidarität ist. Leider ist das seit dem Zweiten Weltkrieg nur in Zentraleuropa gelungen, aber nicht in der Welt, wo wieder deutsche Truppen im Einsatz sind und nicht nur Terroristen töten, sondern auch Frauen und Kinder. Mit den Besuchen sollen in Europa Freundschaften entstehen und Feindbilder verhindert werden. Gleichzeitig wird auf die europäische Pflicht hingewiesen, mehr zur Abrüstung und zum Frieden in der Welt beizutragen.
Der Volkstrauertag ist der wichtigste Gedenktag für die Opfer von Kriegen und staatlicher Gewalt. Denn die Regierungen und Staaten Europas haben Millionen Menschen in Kriegen und durch politischen Terror getötet. Auch heute noch sterben Soldaten in deutschen Kriegseinsätzen, in denen viele Menschen getötet werden. (vgl. Luftangriff auf die hundert Menschen an den Tankwagen in Afghanistan) An die Opfer staatlicher Gewalt wurde 2009 in Lüdenscheid nur wenig erinnert,...weiter
Zwischenzeitlich führte unser Anfrage - nach anfänglich längerem "Schweigen" - zu einer intensiveren Kontroverse auch in der lokalen Presse.
Im Wortlaut:
Öffentliche Anfrage
Nachfrage
Pressemitteilung vom 22.03.2010
Schreiben der Stadt vom 29.04.2010
Schreiben der Stadt vom 16.06.2010