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Beitrag über die geplanten "Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid"

Der WDR, Studio Siegen, strahlte am Samstag, 2. Februar 2008, zwischen 19.30 Uhr und 20.00 Uhr in der Lokalzeit Südwestfalen einen Beitrag über die geplanten "Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid" aus.

Die Redakteurin des Beitrags ist Claudia Roelvinck. Gedreht wurde am 30.01.2008.

Bürgermeister Dzewas wurde interviewt und Wortbeiträge zu den Ge-Denk-Zellen sprachen Matthias Wagner und Dieter Saal. Ebenfalls Herr Oettinghaus sen., der sich an seine Kinderzeit erinnerte und Augenzeuge war, wie ein Kommunist, Häftling aus den Arrestzellen der Polizei im Keller des Rathauses, von Polizisten in einen LKW verladen wurde. Aus einer Menschenmenge, die sich in Nähe der Adler Apotheke gebildet hatte, schrie ein Mann sinngemäß "Hoch lebe Moskau", Darauf packten ihn vier Polizisten an Armen und Beinen und warfen ihn auf den LKW.

Fernsehaufnahmen entstanden an unserer - nach der Zerstörung wieder hergestellten - Gedenkinstallation, und in den Arrestzellen des Alten Rathauses sowie im Dienstzimmer des Bürgermeisters.

Ehemalige Haftzellen im alten Rathaus

Die einen würden die Türen am liebsten für immer schließen, die anderen wollen einen Ort der Erinnerung daraus machen: Im alten Lüdenscheider Rathaus gibt es einen Gewölbekeller mit ehemaligen Haftzellen. Während der Nazizeit saßen hier nicht nur Juden ein, sondern auch andere "unbequeme" Zeitgenossen. Mehr als tausend Lüdenscheider sollen dort eingeschlossen worden sein. Bislang hat die Stadt es abgelehnt, die Zellen zu öffentlich zugänglichen Orten der Mahnung und des Gedenkens zu machen. Eine Initiative will das ändern.

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